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Adventskalender basteln: 10 Ideen zum Selbermachen

Adventskalender selber machen: 10 Varianten von Papiertüten bis Häuschen-Dorf, dazu Füllideen nach Alter und eine Last-Minute-Lösung in einer Stunde.

kleiner Bastler Redaktion · Aktualisiert 1. September 2026

Der einfachste selbst gemachte Adventskalender: 24 Papiertüten nummerieren, befüllen und mit Wäscheklammern an eine Kordel hängen - fertig in einer Stunde. Wer mehr Zeit hat, baut aus Streichholzschachteln, Klorollen oder Papierhäuschen aufwendigere Varianten, die jedes Jahr wiederverwendbar sind. Hier findest du zehn Ideen mit Anleitung, sortiert nach Aufwand, plus Füllideen nach Alter.

Was brauche ich für einen selbst gemachten Adventskalender?

Die Grundausstattung ist bei fast allen Varianten gleich: Papier oder fertige Behälter, Zahlen von 1 bis 24, Schnur und etwas zum Befestigen.

  • Behälter: Papiertüten, Briefumschläge, Streichholzschachteln, Klorollen oder Stoffsäckchen
  • Zahlen: Zahlenstempel, Sticker, Handlettering oder ausgedruckte Etiketten
  • Kordel oder Juteschnur und Wäscheklammern zum Aufhängen
  • Klebestift, Schere, Locher
  • Deko: Stempel, Washi-Tape, Tannenzweiglein, Sternaufkleber

Papiertüten und Couverts bekommst du in der Papeterie oder bei Migros und Coop, Zahlenstempel im Bastelgeschäft. Was sonst noch in die Grundausstattung gehört, steht im Ratgeber Bastelmaterialien.

Die 10 Varianten im Überblick

VarianteZeitSchwierigkeitwiederverwendbar
Papiertüten an der Kordel1 Std.leichtteilweise
Briefumschlag-Kalender1 Std.leichtja
Klorollen-Kalender1-2 Std.leichtnein
Wichteltür-Kalender2 Std.leicht-mittelja
Streichholzschachtel-Kalender2-3 Std.mittelja
Stoffsäckchen-Kalender2-3 Std.mittelja
Häuschen-Dorf1-2 Nachmittagemittel-schwerja

1. Papiertüten-Kalender: der Klassiker in einer Stunde

Zeit: 1 Stunde inkl. Befüllen. Schwierigkeit: leicht, mit Kindern ab 4 machbar.

Material: 24 Butterbrot- oder Kraftpapiertüten, Zahlenstempel oder dicker Filzstift, 3-4 m Kordel, 24 Wäscheklammern.

  1. Stemple oder schreibe die Zahlen 1 bis 24 auf die Tüten.
  2. Befülle jede Tüte und falte den oberen Rand zweimal um.
  3. Spanne die Kordel an der Wand, am Treppengeländer oder über dem Fenster.
  4. Hänge die Tüten mit Wäscheklammern auf - fertig.

Hübscher wird es mit weissem Gelstift auf braunen Tüten, einem Tannenzweiglein unter jeder Klammer oder Tüten in zwei abwechselnden Farben. Der Kalender hängt als Girlande und ist gleichzeitig Weihnachtsdeko.

2. Briefumschlag-Kalender: ideal für Botschaften und Gutscheine

Zeit: 1 Stunde. Schwierigkeit: leicht.

24 Couverts (C6 oder kleiner) nummerieren, mit Karten, Gutscheinen oder flachen Kleinigkeiten befüllen und an einer Pinnwand, einem Ast oder direkt an der Wand zu einem Tannenbaum arrangieren: unten sechs Umschläge, darüber fünf, dann vier - bis zur Spitze. Mit Washi-Tape befestigt bleibt die Wand unbeschädigt.

Diese Variante ist die beste für Erwachsene: 24 kleine Botschaften, Erinnerungen an gemeinsame Momente oder Mini-Gutscheine (“einmal Zmorge ans Bett”) kosten fast nichts und bedeuten am meisten.

3. Klorollen-Kalender: Upcycling zum Nulltarif

Zeit: 1 bis 2 Stunden. Schwierigkeit: leicht, gut mit Kindern.

Ab September Klorollen sammeln - bis November sind die 24 zusammen. Die Rollen befüllst du, drückst die Enden zu einem “Pillow-Box”-Verschluss nach innen und beklebst sie mit Tonpapier oder bemalst sie. Gestapelt als Pyramide, aufgehängt als Girlande oder zu einem grossen Kranz geklebt - die Rollen sind erstaunlich vielseitig. Noch mehr Ideen mit dem Material findest du beim Basteln mit Klorollen.

Mit etwas mehr Aufwand werden aus den Rollen 24 kleine Wichtel oder Rentiere, die nach dem Öffnen als Deko stehen bleiben.

4. Wichteltür-Kalender: 24 Türchen zum Aufklappen

Zeit: 2 Stunden. Schwierigkeit: leicht bis mittel.

Auf einem grossen Fotokarton (A2 oder grösser) zeichnest du 24 kleine Türen in verschiedenen Formen und Grössen vor, schneidest sie an drei Seiten mit dem Bastelmesser ein und klappst sie auf. Dahinter klebst du einen zweiten Karton, auf den du hinter jede Tür ein Bildchen, einen Witz oder eine Aufgabe schreibst oder klebst.

Das Ganze wird zum Wichteldorf, wenn du um die Türen Fenster, Schneehaufen und Laternen malst. Kein Platz für Geschenke - dafür null Füllkosten und ein Kalender, der wie ein Wimmelbild an der Wand hängt.

5. Streichholzschachtel-Kalender: der Mini-Kalender

Zeit: 2 bis 3 Stunden. Schwierigkeit: mittel, ab 8 Jahren.

Material: 24 Streichholzschachteln (leer im Bastelgeschäft erhältlich), Tonpapier, Zahlenetiketten, Kleber.

  1. Beklebe die Hüllen der Schachteln mit Tonpapier oder Geschenkpapierresten.
  2. Nummeriere jede Schachtel auf der Vorderseite.
  3. Befülle die Laden mit sehr kleinen Überraschungen.
  4. Klebe die Schachteln zu einem Turm, einer Pyramide oder einem Tannenbaum zusammen - oder hänge sie einzeln an Fäden in einen Zweig.

Die Schachteln fassen nur Kleinstes: ein Gutschein-Röllchen, ein Sticker, ein Schöggeli, eine Perle für eine wachsende Kette. Genau diese Beschränkung macht den Kalender charmant - und er hält bei guter Lagerung viele Jahre.

6. Stoffsäckchen-Kalender: die wiederverwendbare Lösung

Zeit: 2 bis 3 Stunden. Schwierigkeit: mittel (mit Nähmaschine leicht).

24 kleine Säckchen aus Stoffresten nähen - zwei Rechtecke rechts auf rechts, drei Seiten schliessen, oberen Rand säumen, Kordel als Zugband oder einfach mit Band zubinden. Wer nicht näht, kauft fertige Jutesäckchen und bestempelt sie mit Zahlen. Aufgehängt an einer Astgirlande oder in einen Korb gelegt, ist das der nachhaltigste Kalender: einmal gemacht, jedes Jahr neu befüllt.

Passende Stoffe und Nähzubehör findest du in der Übersicht Stoffe und Nähzubehör; die Säckchen sind auch ein gutes erstes Projekt, wenn du gerade Nähen lernst.

7. Häuschen-Dorf: das Schmuckstück für die Fensterbank

Zeit: 1 bis 2 Nachmittage. Schwierigkeit: mittel bis schwer, ab 10 Jahren oder als Erwachsenen-Projekt.

24 kleine Häuser aus Fotokarton falten - jedes Haus ein Türchen. Die Abwicklung: vier Wände, zwei Giebel, Klebelaschen, Dach lose aufgesetzt, damit sich das Haus öffnen lässt. Nummeriere die Türen, stelle die Häuser als Dorf auf die Fensterbank und lege zwischen die Häuser eine Lichterkette - jeden Abend “leuchtet” das geöffnete Haus.

Das Projekt lohnt sich, weil das Dorf gleichzeitig die schönste Adventsdeko ist und Jahr für Jahr wieder aufgebaut wird. Die Falttechnik ist dieselbe wie bei den Teelicht-Häuschen aus dem grossen Ratgeber Basteln für Weihnachten.

8. Adventskalender für Erwachsene: 24-mal Aufmerksamkeit

Erwachsene freuen sich weniger über 24 Dinge als über 24 Gedanken. Bewährte Konzepte:

  • Gutschein-Kalender: 24 Umschläge mit eingelösten Versprechen - Kino, Kochen, Ausschlafen, Massage.
  • Tee- oder Gewürz-Kalender: 24 nummerierte Beutel oder Gläschen zum Probieren.
  • Foto-Kalender: 24 gemeinsame Erinnerungen, je ein Bild pro Tag an einer Kordel.
  • Rezept-Kalender: 24 Guetzli- oder Kochrezepte für die Feiertage.

Verpackt in Umschläge, Tüten oder Säckchen aus den Varianten oben. Wer den Kalender verschenkt, kombiniert ihn gut mit einem selbst gemachten Hauptgeschenk - Ideen dazu im Beitrag Weihnachtsgeschenke basteln.

9. Last-Minute-Kalender in einer Stunde

Es ist der 30. November, nichts ist vorbereitet? Der Rettungsplan:

  1. 24 Butterbrottüten oder Couverts aus der Küchen- bzw. Bürolade holen (15 Min. inkl. Suchen).
  2. Zahlen mit Filzstift direkt draufschreiben - Handschrift ist Absicht, kein Notbehelf (10 Min.).
  3. Befüllen mit dem, was da ist: Mandarinli, Nüsse, Schöggeli, handgeschriebene Zettel mit Vorhaben (“heute Guetzle”, “heute Samichlaus-Geschichte”) (20 Min.).
  4. An eine Schnur klammern oder in eine Schale legen (10 Min.).

Die Zettel-Idee trägt notfalls den ganzen Advent: 24 kleine gemeinsame Vorhaben statt 24 Geschenke - für viele Familien wird genau das zur bleibenden Tradition.

10. Füllideen nach Alter

Miss vor dem Einkauf ein Türchen aus - die häufigste Panne ist Füllung, die nicht in die Verpackung passt.

AlterIdeen
2-4 JahreSticker, Holztierli, Fingerpuppe, Mandarinli, Haarspange, Badewannenfarbe
5-8 JahreSammelkarten, Flummi, Radiergummi, Perlen zum Auffädeln, kleine Rätsel, Guetzli-Ausstecher
9-12 JahreGel-Stifte, Schlüsselanhänger, Witze-Zettel, Experimentier-Kleinigkeiten, Gutschein für länger Aufbleiben
ErwachseneTeebeutel, Gewürze, Samentütchen, Konfekt, Botschaften, Gutscheine

Bewährt hat sich die Drittel-Regel: ein Drittel Süsses, ein Drittel Kleinigkeiten, ein Drittel Gutscheine oder Botschaften. So bleibt der Kalender abwechslungsreich, ohne teuer zu werden.

Wie gestalte ich die Zahlen von 1 bis 24?

Die Zahlen machen aus 24 Behältern erst einen Kalender - und sie prägen den Look stärker als jede andere Deko. Vier bewährte Wege:

  • Zahlenstempel aus dem Bastelgeschäft: schnell, gleichmässig, jedes Jahr wieder einsetzbar. In Schwarz auf Kraftpapier wirken sie skandinavisch schlicht.
  • Handschrift: Mit dickem Filzstift oder weissem Gelstift geschrieben - Übungsrunde auf einem Probeblatt, dann in einem Zug durchschreiben, damit alle Zahlen denselben Schwung haben. Wer Freude an schönen Buchstaben hat, findet in der Anleitung Handlettering lernen die Grundtechnik.
  • Sticker und Etiketten: fertig gekauft oder selbst ausgedruckt, ideal wenn Kinder mitbekleben.
  • Angehängte Kärtchen: Zahlen auf kleine Kartonanhänger schreiben und mit Schnur anbinden - der flexibelste Weg, weil die Behälter selbst unbeschriftet und damit wiederverwendbar bleiben.

Ein Detail mit grosser Wirkung: Hänge die Zahlen bewusst durcheinander statt in Reihenfolge auf. Das tägliche Suchen des richtigen Türchens gehört für viele Kinder zum Ritual dazu.

Welche Fehler sollte ich vermeiden?

Drei Pannen tauchen bei selbst gemachten Adventskalendern immer wieder auf - und sind leicht zu verhindern:

  1. Füllung vor Verpackung kaufen: Die Schoggikugel passt nicht durch die Klorollen-Öffnung, der Gutschein nicht in die Streichholzschachtel. Erst Behälter wählen, ein Türchen ausmessen, dann einkaufen.
  2. Die Aufhängung unterschätzen: 24 gefüllte Tüten wiegen schnell über ein Kilo. Spanne die Kordel straff, verwende stabile Haken - oder lege schwere Kalender in Korb oder Schale, statt sie zu hängen.
  3. Alles auf einen Abend legen: Basteln, Nummerieren und Befüllen sind drei Arbeitsschritte. Auf zwei, drei Abende verteilt bleibt das Projekt entspannt - genau wie beim übrigen Weihnachtsbasteln gilt: Etappen schlagen Marathon.

Wann fange ich am besten an?

Mitte November ist der ideale Start: genug Zeit für aufwendigere Varianten, und die Füllsachen lassen sich über zwei, drei Einkäufe verteilen. Sammelprojekte wie der Klorollen-Kalender starten besser schon im Herbst. Und falls doch alles auf den letzten Drücker passiert - Variante 9 hat noch jeden Advent gerettet.

Material & Werkzeug zum Thema

Häufige Fragen

Wie lange dauert es, einen Adventskalender selber zu machen?

Die Papiertüten- und die Briefumschlag-Variante schaffst du in einer Stunde. Streichholzschachtel-Kalender und das Häuschen-Dorf brauchen einen bis zwei Nachmittage. Plane das Befüllen als eigenen Schritt ein.

Was fülle ich in einen selbst gemachten Adventskalender?

Bewährt ist die Mischung aus Kleinigkeit, Gutschein und Süssem: Sticker, Haarspangen oder Sammelfiguren für Kinder, Gewürze, Teebeutel oder Gutscheine für Erwachsene. Wichtig ist, dass alles in die gewählte Verpackung passt - miss ein Türchen vor dem Einkauf aus.

Kann ich einen Adventskalender jedes Jahr wiederverwenden?

Ja - Stoffsäckchen, Streichholzschachteln und das Häuschen-Dorf halten viele Jahre. Bewahre den Kalender nach dem Fest flach und trocken auf und ersetze nur die Füllung.

Welcher Adventskalender eignet sich für Erwachsene?

Briefumschläge mit 24 Botschaften, Gutscheinen oder gemeinsamen Vorhaben kommen bei Erwachsenen am besten an. Auch Tee-, Gewürz- oder Foto-Kalender funktionieren gut und kosten wenig.

Was mache ich, wenn ich erst am 30. November anfange?

Die Last-Minute-Variante: 24 Butterbrottüten oder Umschläge nummerieren, befüllen und mit Wäscheklammern an eine Schnur hängen. Das dauert mit Befüllen rund eine Stunde.