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Garten & Pool

Den eigenen Garten gestalten: Planung, Pool und Wohlfuehl-Zonen

So gestaltest du deinen Garten richtig: Groesse clever nutzen, Pool und Terrasse planen, Sichtschutz, Grillplatz und Beete harmonisch aufeinander abstimmen.

kleiner Bastler Redaktion · Aktualisiert 9. Oktober 2024

Ein gut gestalteter Garten ist mehr als nur eine gruene Flaeche hinter dem Haus. Er ist dein zweites Wohnzimmer unter freiem Himmel, dein Rueckzugsort und im besten Fall der Lieblingsplatz der ganzen Familie. Wer seinen Garten bewusst plant, holt aus jedem Quadratmeter das Maximum heraus, egal ob es sich um einen kleinen Stadtgarten oder ein grosses Grundstueck handelt. In diesem Ratgeber zeige ich dir Schritt fuer Schritt, wie du deinen Garten so gestaltest, dass Rasen, Beete, Terrasse, Pool und Sichtschutz am Ende ein stimmiges Ganzes ergeben.

Warum lohnt sich eine durchdachte Gartenplanung?

Eine durchdachte Planung spart dir Geld, Zeit und Aerger. Wer einfach drauflos pflanzt und baut, merkt oft erst spaeter, dass die Terrasse im Schatten liegt oder der Pool den halben Rasen frisst. Mit einem klaren Plan stimmst du alle Elemente von Anfang an aufeinander ab und vermeidest teure Umbauten.

Nimm dir am Anfang Papier und Stift oder eine einfache Skizzen-App zur Hand und zeichne dein Grundstueck massstabsgetreu auf. Markiere darin:

  • Himmelsrichtung und Sonnenverlauf (wo ist es morgens, mittags und abends sonnig?)
  • Bestehende Baeume, Mauern und Wege, die bleiben sollen
  • Wasser- und Stromanschluesse, falls du einen Pool oder eine Aussenkueche planst
  • Blickachsen vom Haus aus und von der Strasse zu dir

So erkennst du sofort, welcher Bereich sich fuer welche Nutzung eignet.

Wie viel Platz brauche ich fuer welche Gartenelemente?

Die Groesse deines Gartens entscheidet darueber, was realistisch umsetzbar ist. Auf einem kleinen Grundstueck musst du Prioritaeten setzen, auf einem grossen kannst du mehrere Zonen kombinieren. Grundsaetzlich gilt: Lieber wenige Elemente richtig planen als alles auf einmal hineinquetschen.

Als grobe Orientierung kannst du dich an folgenden Richtwerten orientieren:

  • Sitz- und Essterrasse: mindestens 12 bis 16 Quadratmeter, damit Tisch und Stuehle bequem Platz finden
  • Rasenflaeche zum Spielen: ab etwa 25 Quadratmeter wird es nutzbar
  • Pool: ein Familienpool braucht inklusive Umrandung schnell 30 bis 50 Quadratmeter
  • Grillplatz oder Feuerstelle: rechne 6 bis 10 Quadratmeter ein

Hast du nur einen kleinen Garten, setze auf multifunktionale Loesungen wie eine Hochbeet-Sitzbank-Kombination oder einen kompakten Tauchpool statt eines grossen Beckens.

Welche Zonen sollte ein gut geplanter Garten haben?

Ein harmonischer Garten lebt von klar definierten Zonen, die fliessend ineinander uebergehen. Teile deinen Garten gedanklich in einen Aktiv-, einen Ruhe- und einen Nutzbereich auf. So weiss jeder Bereich, wofuer er da ist, und der Garten wirkt aufgeraeumt statt chaotisch.

Die Wohlfuehl-Terrasse als Herzstueck

Die Terrasse ist der Uebergang zwischen Haus und Garten und damit das wichtigste Element. Platziere sie idealerweise dort, wo am Abend noch die Sonne hinkommt, denn dann nutzt du sie am haeufigsten. Eine Pergola, ein Sonnensegel oder eine Markise sorgen fuer Schatten an heissen Tagen. Mit ein paar selbst gebauten Pflanzkuebeln und etwas Deko machst du daraus deinen Lieblingsplatz, fuer den du keine teuren Anschaffungen brauchst.

Der Pool fuer Abkuehlung und Spass

Ein Swimmingpool ist fuer viele der Traum schlechthin. Plane ihn nah an der Terrasse, damit Wasser, Liegeplatz und Haus eine Einheit bilden. Achte auf einen rutschfesten Belag rundherum, ausreichend Abstand zu Laubbaeumen (sonst hast du staendig Blaetter im Wasser) und auf einen guten Zugang fuer die Technik. Wer es kompakt mag, kann mit einem Aufstellpool starten und spaeter auf ein fest eingebautes Becken umsteigen.

Gruene Inseln aus Rasen und Beeten

Rasenflaechen und Blumenbeete bringen Leben und Farbe in den Garten. Lege Beete dort an, wo sie vom Sitzplatz aus gut sichtbar sind, und kombiniere bluehende Stauden mit immergruenen Pflanzen, damit es das ganze Jahr ueber etwas zu sehen gibt. Wenn du gerne kreativ bist, kannst du Beetkanten, Rankgitter oder kleine Deko-Elemente auch selbst gestalten.

Wie schaffe ich Privatsphaere im Garten?

Sichtschutz ist entscheidend, damit du dich im Garten wirklich wohlfuehlst. Niemand entspannt gerne unter den Blicken der Nachbarn. Die schoenste und nachhaltigste Loesung sind dichte Hecken oder einzelne Baeume, die zusaetzlich Laerm schlucken und Schatten spenden.

Wenn es schneller gehen muss, sind diese Varianten praktisch:

  • Sichtschutzwaende aus Holz oder Gabionen, die du gut selbst aufstellen kannst
  • Rankgeruest mit Kletterpflanzen wie Clematis, Efeu oder wildem Wein
  • Hohe Graeser oder Bambus im Kuebel fuer flexible, mobile Abschirmung

Kombiniere am besten gruene und bauliche Elemente, dann wirkt der Sichtschutz natuerlich und nicht wie eine Festung.

Wie bringe ich alle Gartenelemente harmonisch zusammen?

Der Schluessel ist, alle Massnahmen aufeinander abzustimmen, statt sie einzeln zu betrachten. Waehle wiederkehrende Materialien und Farben, zum Beispiel das gleiche Holz fuer Terrasse, Hochbeet und Sichtschutz. So entsteht ein roter Faden, der den ganzen Garten zusammenhaelt.

Verbinde die Zonen mit klaren Wegen aus Trittsteinen, Kies oder Holzdielen, damit man intuitiv von der Terrasse zum Pool und weiter zum Grillplatz gelangt. Beleuchtung mit kleinen Bodenstrahlern oder Solarlampen setzt am Abend Akzente und macht den Garten auch nachts nutzbar. Wenn du gerne bastelst, findest du in unserem Ratgeber zu Bastelmaterialien und passendem Bastelwerkzeug viele Ideen fuer selbst gemachte Deko und Gartenprojekte.

Welche Fehler sollte ich bei der Gartengestaltung vermeiden?

Der haeufigste Fehler ist, zu viel auf einmal zu wollen. Plane lieber in Etappen und beginne mit den Elementen, die du am meisten nutzt. Weitere typische Stolperfallen:

  • Pflanzen ohne Ruecksicht auf den Standort waehlen (Sonne, Schatten, Bodenart beachten)
  • Pflegeaufwand unterschaetzen, gerade bei grossen Rasenflaechen und vielen Beeten
  • Den Pool falsch positionieren, etwa direkt unter Laubbaeumen
  • Wege und Beleuchtung vergessen, sodass Zonen unverbunden bleiben

Wer am Anfang ein wenig Zeit in die Planung investiert, hat spaeter deutlich weniger Arbeit und mehr Freude.

Wenn du deinen Garten zusaetzlich kreativ aufwerten willst, lohnt ein Blick in unsere Tipps zu Trockenblumen fuer langlebige Deko oder zum Mal- und Zeichenbedarf, mit dem du deine Gartenplaene selbst skizzieren kannst.

Haeufige Fragen

Wie fange ich am besten mit der Gartengestaltung an?

Beginne mit einer massstabsgetreuen Skizze deines Grundstuecks und trage Himmelsrichtung, bestehende Elemente und Blickachsen ein. So erkennst du, welcher Bereich sich fuer Terrasse, Pool oder Beet eignet, bevor du den ersten Spaten ansetzt.

Lohnt sich ein Pool auch in einem kleinen Garten?

Ja, in einem kleinen Garten ist ein kompakter Tauch- oder Aufstellpool oft die bessere Wahl als ein grosses Becken. Er braucht weniger Platz, kostet weniger und laesst genug Flaeche fuer Terrasse und Gruen uebrig.

Welcher Sichtschutz waechst am schnellsten?

Kletterpflanzen wie wilder Wein oder Efeu an einem Rankgeruest sowie Bambus im Kuebel sorgen am schnellsten fuer Privatsphaere. Fuer eine dauerhafte, dichte Loesung sind Hecken ideal, brauchen aber einige Jahre, bis sie blickdicht sind.

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