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Tierfiguren aus Papier basteln

So bastelst du Tierfiguren aus Papier - mit Anleitung fuer Anfaenger, Falttechniken, Materialtipps und Ideen vom Hund bis zum Drachen. Schritt fuer Schritt.

kleiner Bastler Redaktion · Aktualisiert 9. Oktober 2024

Tierfiguren aus Papier sind eines der schönsten Einstiegsprojekte überhaupt: Du brauchst kaum Material, hast in wenigen Minuten ein fertiges Tierchen in der Hand und kannst dich vom einfachen Hund bis zum filigranen Drachen Schritt für Schritt steigern. Ob als Spielzeug, Geschenk, Tischdeko oder kleine Bühnenfigur fürs Kinderzimmer-Theater - aus einem Blatt Papier lässt sich erstaunlich viel formen.

In diesem Ratgeber zeige ich dir, welches Papier sich eignet, welche Falttechniken du beherrschen solltest und mit welchen Tieren du am besten startest.

Was brauche ich, um Tierfiguren aus Papier zu basteln?

Für den Anfang brauchst du nur dünnes, formstabiles Papier, eine Schere und etwas Klebstoff. Klassisches Origami-Papier ist quadratisch zugeschnitten und faltet sich sauber, aber auch Tonpapier oder leichter Karton funktionieren gut.

Diese Grundausstattung reicht für die meisten Projekte:

  • Papier: Origami-Papier, Tonpapier, Bastelkarton oder Krepppapier
  • Schere mit feiner Spitze für saubere Schnitte
  • Klebstoff (Flüssigkleber oder Klebestift)
  • Lineal zum Vorzeichnen gerader Linien
  • Falzbein oder ein stumpfes Buttermesser für scharfe Kanten
  • Stifte oder Farbe für Augen, Muster und Gesichter

Wenn du tiefer einsteigen willst, lohnt sich ein Blick auf passendes Bastelmaterial und gutes Bastelwerkzeug - vor allem ein Falzbein macht beim Falten einen riesigen Unterschied.

Welche Tiere eignen sich für Anfaenger?

Am besten startest du mit Tieren, die aus wenigen Faltschritten bestehen: Hund, Katze, Fisch oder Affe gelingen meist in 10 bis 15 Minuten. Hunde und Katzen sind die beliebtesten Papierfiguren überhaupt, weil sich Schnauze und Ohren leicht durch ein paar Diagonalfalten andeuten lassen.

So kannst du dich steigern:

  • Einfach (Einsteiger): Hund, Katze, Fisch, Affe, Schmetterling
  • Mittel (etwas Uebung): Pfau, Vogel mit Flügeln, Frosch, Schwan
  • Anspruchsvoll (Fortgeschrittene): Drache, Elefant, Hai, Nashorn

Wenn du die Basis sicher beherrschen willst, schau dir vorher unsere Origami-Grundlagen an. Dort lernst du die wichtigsten Falten, die in fast jeder Tierfigur vorkommen.

Welche Falttechniken sind wichtig?

Die zwei wichtigsten Grundfalten sind die Bergfalte und die Talfalte. Bei der Talfalte knickst du das Papier zu dir hin, sodass eine Vertiefung entsteht, bei der Bergfalte vom dir weg. Fast jede Tierfigur baut auf diesen beiden Bewegungen auf.

Darauf solltest du achten:

  • Sauber falten: Streiche jede Kante mit dem Falzbein nach, dann sitzt die Form präzise.
  • Mittellinie nutzen: Falte das Papier zuerst einmal in der Mitte und öffne es wieder - die Knicklinie dient als Orientierung.
  • Ecken exakt treffen: Schon kleine Abweichungen am Anfang verstärken sich mit jedem Faltschritt.
  • Nicht zu dick wählen: Mehrlagiges oder zu festes Papier lässt sich kaum noch sauber knicken.

Wie bastle ich einen einfachen Papierhund?

Einen klassischen Hundekopf faltest du aus einem Quadrat in unter zehn Minuten. Falte das Blatt diagonal zu einem Dreieck, drehe die Spitze nach unten und klappe die beiden oberen Ecken als Ohren herunter. Schon hast du die Grundform.

So gehst du vor:

  1. Quadrat falten: Lege das Origami-Papier mit der farbigen Seite nach unten und falte es diagonal zum Dreieck.
  2. Ohren formen: Drehe das Dreieck so, dass die lange Kante oben liegt, und klappe die linke und rechte Ecke nach unten - das werden die Schlappohren.
  3. Schnauze andeuten: Falte die untere Spitze ein kleines Stück nach hinten.
  4. Gesicht aufmalen: Zeichne Augen, Nase und Mund mit einem feinen Stift auf.

Mit derselben Technik und etwas spitzeren Ohren entsteht statt eines Hundes eine Katze. Probiere ruhig beide aus.

Wie mache ich Tierfiguren stabiler und schoener?

Mehr Stabilität bekommst du durch festeres Papier oder durch das Verkleben mehrerer Lagen. Für freistehende Tiere, etwa als Tischdeko, eignet sich Tonpapier besser als dünnes Origami-Papier, weil es nicht so schnell umkippt.

Für ein schöneres Ergebnis helfen diese Kniffe:

  • Muster aufbringen: Tupfen, Streifen oder Fell-Linien mit Filzstift machen das Tier lebendig.
  • Wackelaugen kleben: Aufgeklebte Kulleraugen wirken sofort niedlicher als gemalte.
  • Kombinieren: Verbinde mehrere Tiere zu einer kleinen Szene oder einem Mobile.
  • Schwänze und Beine ergänzen: Schneide Extra-Teile aus und klebe sie an, statt alles aus einem Blatt falten zu wollen.

Wer Tierfiguren auf Karten oder ins Album bringen möchte, findet beim Karten selbst gestalten und beim Scrapbooking für Einsteiger passende Ideen.

Tipps fuer das Basteln mit Kindern

Tierfiguren sind ideal für Kinder, weil das Ergebnis schnell sichtbar ist und Geduld belohnt wird. Wähle für die Kleinen einfache Modelle mit wenigen Falten und festeres Papier, das Kinderhände gut greifen können.

  • Beginne mit Fisch oder Hund - beide gelingen fast immer.
  • Lass Kinder das Gesicht selbst aufmalen, das macht den größten Spaß.
  • Bereite die ersten Knicke vor, wenn die Feinmotorik noch nicht ausreicht.
  • Feiere jedes Ergebnis, auch wenn die Faltkanten nicht perfekt sind.

Haeufige Fragen

Welches Papier ist am besten fuer Tierfiguren?

Für gefaltete Tiere eignet sich dünnes, formstabiles Origami-Papier am besten, weil es scharfe Kanten ergibt. Für freistehende oder robuste Figuren greifst du besser zu Tonpapier oder leichtem Bastelkarton.

Wie lange dauert eine einfache Tierfigur?

Ein einfaches Tier wie Hund, Katze oder Fisch ist in 10 bis 15 Minuten fertig. Anspruchsvollere Modelle wie Drache oder Elefant brauchen mehr Zeit und etwas Faltübung.

Kann ich Tierfiguren auch ohne Kleber basteln?

Ja, viele klassische Origami-Tiere kommen komplett ohne Kleber aus und halten allein durch die Falten. Kleber brauchst du nur, wenn du zusätzliche Teile wie Schwänze, Beine oder Wackelaugen anbringen willst.

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